Am vergangenen Sonntag empfingen die TSF den Tabellenvorletzten FC Gerlingen an der heimischen Lehmgrube. Mit Blick auf die Tabelle war die Bedeutung der Partie eindeutig: Mit einem Heimsieg hätten sich die Turn- und Sportfreunde wieder von den Abstiegsrängen absetzen können.
Der Start verlief vielversprechend. Bereits nach vier Minuten brachte Dardan Veseli die TSF in Führung, als er einen Nachschuss konsequent verwertete. Die Freude währte jedoch nur kurz: praktisch im direkten Gegenzug fiel der Ausgleich zum 1:1. In der Folge bestimmten die TSF über weite Strecken das Spiel, schafften es jedoch erneut nicht, aus den Feldvorteilen ausreichend klare Torchancen zu kreieren. So ging es mit einem leistungsgerechten Remis in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel bemühten sich die TSF um Spielkontrolle, doch in den entscheidenden Momenten fehlten Konsequenz, Präsenz in den Zweikämpfen und Durchschlagskraft im letzten Drittel gegen einen körperlich hart, aber fairen, FC Gerlingen. In der 54. Minute nutzten die Gäste eine Unachtsamkeit zur 1:2-Führung. Rund 15 Minuten vor Schluss wurden die TSF nach einem eigenen Standard mustergültig ausgekontert – das 1:3 stellte die Weichen endgültig auf Auswärtssieg für den FC Gerlingen. Der späte Anschlusstreffer durch Arne Poster änderte nichts mehr am Ausgang der Partie.
Unter dem Strich steht eine Niederlage, die besonders schmerzt, weil sie gegen einen Konkurrenten im Tabellenkeller zustande kam. Die Bilanz aus den vergangenen beiden Spielen gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellenbereich fällt ernüchternd aus: Nur ein Punkt aus sechs möglichen ist für die TSF nicht ausreichend. Wenn sich die Turn- und Sportfreunde nicht selbst wieder vollständig in den Abstiegskampf hineinziehen lassen wollen, müssen sie in den kommenden Wochen punkten. Erste Möglichkeit ergibt sich kommenden Sonntag, denn da gastiert mit dem ebenfalls abstiegsbedrohten TSV Höfingen der nächste direkte Konkurrent an der Lehmgrube. Für die TSF ist klar: In dieser Begegnung zählen ausschließlich drei Punkte. Entsprechend gefordert sind Einsatzbereitschaft, Effizienz und eine klare Reaktion auf die jüngsten Ergebnisse – auf geht’s, TSF!